Argon
Symbol: Ar
Ordungszahl: 18
VIII. Hauptgruppe (Edelgase)
Namensbedeutung
Entdeckung
Vorkommen
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
Argon wurde aufgrund seiner Reaktionsträgheit nach dem griechischen Wort für träge (argos) benannt. (engl.: argon)
Entdeckung
Bereits im Jahre 1785 unternahm Henry Cavendish Versuche mit Luft, bei denen der alle Komponenten abtrennte und schließlich eine kleine Gasblase zurückbehielt. Er hatte, ohne es zu wissen, als erster Edelgase abgetrennt. Die Bedeutung dieser Entdeckung blieb viele Jahre unerkannt. Erst William Ramsay und Lord Rayleigh gelang es, mit Argon im Jahre 1894 das erste Edelgas nachzuweisen.
Vorkommen
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | 0,022 | 220 |
| Sonne | 0,007 | 71 |
| Erdkruste | 0,0003 | 3 |
| Meer | 0,00005 | 0,45 |
| Mensch | k.A. | k.A. |
Argon ist ein Element der dritten Periode und der VIII. Hauptgruppe mit der Ordnungszahl 18. Es steht in einer Reihe mit Helium, Neon, Krypton, Xenon und Radon. Das uns bekannte Universum setzt sich zu 0,0003% aus Argon zusammen. Auch auf der Erde ist es ein Spurengas. Unsere Atmosphäre wird zu ungefähr einem Prozent von Edelgasen gebildet, davon sind ca. 0,94% Argon. Es ist also das wichtigste atmosphärische Edelgas überhaupt. Geringe Mengen sind auch in vulkanischem Gestein eingeschlossen, und es ist in gewissem Umfang im Meerwasser gelöst. Seine mittlere Konzentration beträgt dort 0,45 ppm.
Eigenschaften
Argon ist ein einatomiges und farbloses Gas ohne Geruch oder Geschmack. Seine Siedetemperatur nimmt mit -185,7°C eine Mittelstellung zwischen den Edelgasen ein. Bei -189,2°C wird es fest. Die Eigenschaften von Argon werden wie die aller Edelgase durch die abgeschlossene Valenzelektronenschale bestimmt. Diese Edelgasschale ist sehr stabil. Dies wird durch die ungewöhnlich hohen Ionisierungsenergien deutlich. Alle Edelgase zeigen die jeweils höchste Ionisierungsenergie ihrer Periode, wobei die Werte innerhalb der Gruppe mit steigender Atommasse stetig abnehmen (von Helium mit 24,6 eV zu Radon mit 10,7 eV). Die Ionisierungsenergie von Argon liegt bei 15,8 eV. Alle Edelgase sind äußerst reaktionsträge. Sie werden deshalb auch als inerte Gase bezeichnet. Von Argon sind keine stabilen Verbindungen bekannt. Dennoch sind einige Ionen nachgewiesen worden: (ArKr)+, (ArXe)+ und (NeAr)+. Argon ist auch in der Lage, mit ß-Hydrochinon Clathrate zu bilden. Argon ist wie alle anderen Edelgase nicht essentiell für Organismen.
Isotope
Das Edelgas hat drei stabile Isotope, von denen das mit der Massenzahl 40 mit 99,6% das häufigste ist. Argon 36 hat einen Anteil von 0,337% und Argon 38 0,063%. Daneben sind zwölf instabile Isotope nachgewiesen, deren Halbwertszeit zwischen einem Monat und wenigen Millisekunden schwankt. Nur Argon 39 hat mit 269 Jahren eine wesentlich höhere Zerfallszeit.
Verwendung
Argon wird aus verflüssigter Luft durch fraktionierte Kondensation bzw. Destillation gewonnen. Die Weltproduktion wird mit 700.000 t pro Jahr angegeben, und die atmosphärischen Reserven werden auf 66 Billionen Tonnen geschätzt. Argon wird überwiegend als Schutzgas beim Schweißen und bei der Herstellung von Titan und Zirkonium verwendet. Es wird als schützende Atmosphäre um wachsende Silicium- und Germaniumkristalle gelegt. Außerdem setzt man es wie Neon und Helium als Füllgas für Leuchtstoffröhren ein. Argon erhöht die Lichtausbeute normaler Glühlampen. Sie enthalten normalerweise 90 Vol.-% Argon und 10 Vol.-% Stickstoff.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Argon
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