Krypton
Symbol: Kr
Ordungszahl: 36
VIII. Hauptgruppe (Edelgase)
Namensbedeutung
Entdeckung
Vorkommen
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
kryptos (grch.): verborgen (engl.: krypton)
Entdeckung
Nachdem Ramsay im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhundert in relativ kurzem Abstand Argon und Helium entdeckt hatte, lag für ihn die Vermutung nahe, daß es noch weitere Elemente mit ähnlichen Eigenschaften geben müsse. Die systematische Suche führte Ramsay und seinen Mitarbeiter Travers 1898 zur Entdeckung dreier weiterer Edelgase, von denen das Krypton eines war.
Vorkommen
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | 0,000004 | 0,04 |
| Sonne | 0 | 0,0000005 |
| Erdkruste | 0,00000002 | 0,0002 |
| Meer | 0,00000002 | 0,00021 |
| Mensch | k.A. | k.A. |
Krypton ist ein Element der 4. Periode und der VIII. Hauptgruppe mit der Ordnungszahl 36. Es gehört zusammen mit Helium, Neon, Argon, Xenon und Radon zu den Edelgasen. Auf der Erde kommt Krypton nur in sehr geringen Spuren vor. Unsere Atmosphäre wird zu ungefähr einem Prozent von Edelgasen gebildet, wobei Krypton mit 0,000114 Vol.-% nur eine verschwindend geringe Rolle spielt und noch unbedeutender als Xenon ist. Die mittlere Konzentration im Meerwasser liegt bei 210 ppt.
Eigenschaften
Krypton ist unter Normalbedingungen ein farbloses, geruchloses einatomiges Gas. Sein Siedepunkt liegt mit -152°C im Vergleich zu den meisten anderen Edelgasen relativ hoch. Bei ca. -157°C wird es fest und ist in diesem Aggregatzustand ein weißer Feststoff aus kubischen Kristallen. Die Eigenschaften von Krypton werden wie die aller Edelgase durch die abgeschlossene Valenzelektronenschale bestimmt. Diese Edelgasschale ist sehr stabil. Dies wird durch die ungewöhnlich hohen Ionisierungsenergien deutlich. Alle Edelgase zeigen die jeweils höchste Ionisierungsenergie ihrer Periode, wobei die Werte innerhalb der Gruppe mit steigender Atommasse stetig abnehmen (von Helium mit 24,6 eV zu Radon mit 10,7 eV). Die Ionisierungsenergie von Krypton liegt bei 13,99 eV. Alle Edelgase sind äußerst reaktionsträge. Sie werden deshalb auch als inerte Gase bezeichnet. Auch für Krypton wurden neben Clathraten mit Hydrochinon und Phenol einige stabile Verbindungen nachgewiesen. So wurden beispielsweise Verbindungen mit Xenon und Fluor dargestellt. Für Organismen ist Krypton wie alle anderen Edelgase nicht essentiell.
Isotope
Das Edelgas hat sechs stabile Isotope, von denen Krypton-84 und Krypton-86 mit einem Anteil von 57% bzw. 17,3% die häufigsten sind. Die Anteile der vier anderen verteilen sich wie folgt: Kr-78 0,35%; Kr-80 2,25%; Kr-82 11,6 und Kr-83 11,5%. Daneben sind 19 instabile Isotope bekannt. Die Spektrallinien von Krypton lassen sich leicht erzeugen und einige sind sehr scharf. 1960 kam man international überein, daß die SI-Einheit für Länge − das Meter − in Abhängigkeit von der orangeroten Spektrallinie von Krypton-86 definiert werden soll. Danach entsprechen 1.650.763,73 Wellenlängen dieser Spektrallinie vom Krypton-86 im Vakuum genau einem Meter. Diese Festlegung ersetzte das Urmeter von Paris, das aus einer Platin-Iridium-Legierung besteht.
Verwendung
Verflüssigte Luft ist die größte technisch genutzte Quelle für Krypton. Aus ihr wird es durch fraktionierte Kondensation bzw. Destillation gewonnen. Die Weltproduktion wird mit acht Tonnen pro Jahr angegeben und die atmosphärischen Reserven auf 17 Milliarden Tonnen geschätzt. Kommerziell wird Krypton zusammen mit Argon als Füllgas für Fluoreszenzlampen und in verschiedenen Blitzlichtgeräten für Hochgeschwindigkeitsfotografie genutzt. Ansonsten ist Einsatz wegen es hohen Preises für Krypton stark begrenzt.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Krypton
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