ELEMENTDATEN
Position von Rubidium im PSE

Rubidium (OZ: 37)
I. Hauptgruppe
Alkalimetalle
Normalzustand
Feststoff - Metall
sehr weich, silbrig-weiß, bildet an Luft sofort Oxidschicht
7440-17-7
37
85,4678
2,20

247,5 pm
149 (+1) pm
216 pm
Konfiguration [Kr] 5s
Oxidationszahlen 1
Ionisierungseng. 4,177
Dichte 1,53 g/cm³

0,82
0,9
2,34 eV

312.2 K
39 °C
961.0 K
688 °C
Natürliche Isotope
Rb-85: 72,17% Rb-87: 27,83%* *primodiales Radio- nuklid
Entdeckung
1861
Bunsen u. Kirchhoff
Deutschland
sehr weiches, silbrig-weißes Metall; bildet an Luft sofort Oxidschicht

Rubidium

Symbol: Rb
Ordungszahl: 37

I. Hauptgruppe (Alkalimetalle)

Namensbedeutung
Entdeckung
Vorkommen
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

Abk.: Rb; das Element wurde entsprechend seiner roten Spektrallinie nach dem lateinischen Wort für "dunkelrot" (rubidus) benannt. (engl.: rubidium)

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Entdeckung

Bei der Spektralanalyse von Dürkheimer Solwasser, die 1860 zur Entdeckung von führte, beobachteten Bunsen und Kirchhoff auch zwei sehr deutliche violette Spektrallinien, die sich nur einem bis dahin unbekannten Element zuordnen ließen. Um eine für Untersuchungszwecke ausreichende Menge dieses neuen Elements zu erhalten, arbeiteten sie 150 kg Lepidolit chemisch auf. Bei der anschließenden spektroskopischen Analyse in Jahre 1861 entdeckten sie zwei weitere Linien im roten Bereich des Spektrums, die sich ebenfalls dem neuen Element zuordnen ließen. Diese rubinroten Linien nahmen die beiden Entdecker zum Anlaß nahmen, das neue Element nach den lateinischen Wort für 'tiefrot' zu benennen. Rubidium war nach bereits das zweite Element, das mit Hilfe des Spektroskops entdeckt wurde, das Kirchhoff und Bunsen erst 1859 entwickelt hatten. Mit dieser Entdeckung waren nun mit Ausnahme von Francium, das erst im 20. Jahrhundert nachgewiesen wurde, alle Alkalimetalle bekannt.

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Vorkommen

Rubidium ist ein Element der 1. Hauptgruppe und der 5. Periode mit der Ordnungszahl 37. In der Erdkruste ist es mit 90 ppm ungefähr so häufig wie oder Nickel. Spuren von Rubidium bis zu einem Prozent finden sich in mineralischen Vorkommen von Pollucit, Carnallit, Leucit und Zinnwaldit. Der Anteil in Lepidolit-Mineralen liegt bei ungefähr 1,5%. Ebenso ist es ein Begleiter von Kaliummineralien und Kaliumchlorid-Vorkommen, aus denen es in kommerziellem Maßstab gewonnen wird. Es wurde darüber hinaus neben in den ausgedehnten Pollucit-Lagerstätten am Bernic Lake in Manitoba gefunden. Der Großteil des im Handel befindlichen Rubidiums ist allerdings ein Nebenprodukt der Lithiumgewinnung aus Lepidolit. Die mittlere Konzentration im Meereswasser liegt bei 120 ppb.

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Eigenschaften

Rubidium ist ein sehr weiches Metall, das an frischen Schnittstellen silbrigweiß glänzt. Sein Schmelzpunkt liegt mit knapp 39°C für Metalle außerordentlich niedrig und wird darin nur von vier anderen übertroffen. Es zeigt eine ähnlich große Reaktivität wie Cäsium. Unter der Einwirkung von Luft entsteht sofort eine dünne Oxidschicht. Bereits nach wenigen Sekunden tritt sogar bei größeren Stücken metallischen Cäsiums eine Selbstentzündung ein. Explosionsartig reagiert es mit Wasser. Es bildet Amalgame mit Quecksilber. Seine Färbung ist bei der Flammprobe gelblich violett. Rubidium ist für Organismen nicht essentiell. Es ist aber eine stimulierende bekannt. Die Gesamtmenge des Elements bei einem erwachsenen Menschen mit einem durchschnittlichen Körpergewicht von 70 kg wird mit 680 mg angegeben. Die biologische Halbwertszeit − also die Zeitspanne nach der die Hälfte der angenommenen Menge wieder ausschieden wurde − liegt bezogen auf den gesamten Körper bei 45 Tagen.

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Isotope

In der Natur existieren zwei stabile Isotope mit den Massenzahlen 85 und 87, deren Anteil 72,2% bzw. 27,8% beträgt. Daneben existieren mehr als 25 instabile Isotope.

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Verwendung

Die weltweite Jahresproduktion wird mit etwa 5 Tonnen beziffert. Das Element wird überwiegend in der Forschung verwendet. Vereinzelt wird es in Spezialgläsern und als Komponente von Fotozellen verarbeitet.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Rubidium
http://www.uniterra.de/rutherford

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