ELEMENTDATEN
Position von Strontium im PSE

Strontium (OZ: 38)
II. Hauptgruppe
Erdalkalimetalle
Normalzustand
Feststoff - Metall
weich, verformbar, silbrig-weiß, kubisch-raumzentriertes Gitter
7440-24-6
38
87,62
2,85

215,1 pm
127 (+2) pm
192 pm
Konfiguration [Kr] 5s²
Oxidationszahlen 2
Ionisierungseng. 5,695
Dichte 2,63 g/cm³

0,95
1,0
2,0 eV

1042.0 K
769 °C
1657.0 K
1384 °C
Natürliche Isotope
Sr-84: 0,56% Sr-86: 9,86% Sr-87: 7,00% (2,81 h)* Sr-88: 82,58% *metastabiles Isotop; in Klammern: HWZ des metastabilen Zustands
Entdeckung
1790
Crawford
Schottland
weiches, verform- bares, silbrig-weißes Metall; kubisch-raum- zentriertes Gitter

Strontium

Symbol: Sr
Ordungszahl: 38

II. Hauptgruppe (Erdalkalimetalle)

Namensbedeutung
Entdeckung
Vorkommen
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

Strontian: Ort in Schottland, in dessen Bergwerken das Mineral Strontianit entdeckt wurde. (engl.: strontium)

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Entdeckung

Das Element wurde erstmals 1790 von dem Wissenschaftler A. Crawford im Mineral Strontianit aus einem Bleibergwerk entdeckt. 1808 gelang Humphry Davy die Darstellung von Strontium.

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Vorkommen

Das Leichtmetall wird in der Natur niemals ungebunden gefunden. An Aufbau der Erdkruste ist es mit ca. 0,03 Gew.% beteiligt. Es tritt als Begleiter von Calcium- und Bariummineralien auf. Die wichtigsten natürlichen Vorkommen des Elements sind die Strontium-Mineralien Cölestin (SrSO4) und Strontianit (SrCO4). Sie beiden Mineralien sind zwar auf der ganzen Welt verbreitet, doch nur an wenigen Stellen in abbauwürdigen Mengen vorhanden. Wichtige Förderstaaten sind Spanien und Mexiko.

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Eigenschaften

Strontium ist weiches, verformbares, silbrig-weißes Metall. An der Luft bildet es sofort eine dünne gelbliche Oxidschicht aus. Als feinverteiltes Pulver neigt es zur Selbstentzündung. Strontium reagiert mit Wasser und verdünnten Säuren sehr heftig unter Freisetzung von Wasserstoffgas. In seinem chemischen Verhalten ähnelt es am ehesten Calcium. Wie alle Erdalkalimetalle tritt es nur mit der Oxidationszahl +2 auf. Seine Toxizität ist geringer als die von Barium. Wichtige Strontiumverbindungen sind Strontiumcarbonat, Strontiumhydroxid und Strontiumnitrat.

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Isotope

Strontium ist ein Gemisch aus vier stabilen Isotopen: Sr-84 (0,6%), Sr-86 (9,9%), Sr-87 (7,0%) und Sr-88 (82,6%). Von den 22 radioaktiven Nukliden hat Sr-90 mit einer Halbwertszeit von 28,8 Jahren die längste Zerfallsrate. Sr-90 ist ein ß-Strahler, der während der oberirdischen Kernwaffenversuche in 50er und 60er Jahre in größeren Mengen freigesetzt wurde. Durch Inhalation verseuchter Luft oder die Aufnahme kontaminierter Nahrungsmittel, gelangt das gefährliche Radionuklid in den menschlichen Körper. Dort kann es bei der Knochenbildung ersetzen. Dies gefährdet in besonderem Maße Kinder. Ist Strontium-90 erst einmal in den Knochen eingebaut, ist es dort eine gefährliche Strahlenquelle, die Krebs erzeugen kann. Inzwischen kommt im menschlichen Knochengerüst durchschnittlich auf 4000 Calciumatome ein Strontiumatom!

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Verwendung

Die Weltproduktion von Strontiumerzen liegt bei jährlich 140.000 Tonnen. Die Anwendungen der metallischen Form von Strontium beschränken sich auf einige Bereiche in der Metallurgie. Anders sieht es für seine Verbindungen aus: sie werden zum Färben von Gläsern, bei der Stahlhärtung oder in der Pyrotechnik eingesetzt. Strontium-90 wird als Quelle für ß-Strahlung in der Radiographie und Messung extrem dünner Schichten benutzt.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Strontium
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