Yttrium
Symbol: Y
Ordungszahl: 39
3. Nebengruppe (Scandiumgruppe)
Namensbedeutung
Entdeckung
Vorkommen
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
nach dem schwedischen Ort Ytterby benannt (engl.: yttrium)
Entdeckung
Im Jahre 1794 gelang dem finnischen Chemiker Johan Gadolin die Isolierung einer bis dahin unbekannten Verbindung, die er als Yttererde bezeichnete. 1843 konnte Mosander zeigten, das Yttererde mindestes drei neue Elemente enthielt: Erbium, Terbium und Yttrium. Das Mineral Ytterbit wurde schließlich zu Ehren von Gadolin in Gadolinit umgetauft.
Vorkommen
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | 0,000001 | 0,007 |
| Sonne | 0,000002 | 0,02 |
| Erdkruste | 0,0035 | 35 |
| Meer | 0 | 0,000013 |
| Mensch | k.A. | k.A. |
Der Anteil von Yttrium an der Bildung der Erdkruste liegt bei ca. 0,003 Gewichtsprozent. Nach Lanthan ist es das zweithäufigste Element der 3. Nebengruppe. Yttrium ist vergesellschaftet mit vielen Lanthanoiden und kommt in allen Mineralien dieser Gruppe vor. Das wichtigste Yttrium-Mineral ist Gadolinit (Y2FeBe2[SiO4]2O2). Erwähnenswert sind außerdem Thalenit und Xenotim. Yttriumoxid (Y2O3) wird vorwiegend aus Monazitsanden gewonnen, wo sein Anteil teilweise über drei Prozent beträgt.
Eigenschaften
Yttrium ist ein weiches, silbrig-weißes Metall. In kompakter Form ist es gegenüber Luft recht stabil, weil es schnell von einer dünnen Oxidschicht geschützt wird; als Pulver reagiert es durch spontane Selbstentzündung. Zwei Modifikationen sind bekannt: die hexagonale bzw. kubisch-dichteste Kugelpackung. Wie Scandium ähnelt auch Yttrium in seinen chemischen Eigenschaften am ehesten dem Aluminium.
Isotope
Nur das Yttrium-Isotop Y-89 ist stabil. Die übrigen 22 Radionuklide zerfallen mit Halbwertszeiten zwischen knapp sieben Tagen (Y-88) und 0,7 Sekunden (Y-101).
Verwendung
Die jährliche Weltproduktion wird mit 5 Tonnen pro Jahr angegeben. Yttrium-Verbindungen werden in den Bildröhren von Farbfernseher als Rotanteil verwendet. Es ist hervorragend für Legierungen in Dauermagneten geeignet. Die wirtschaftliche Bedeutung wird in absehbarer Zukunft vermutlich stark steigen, da Yttrium-haltige Werkstoffe schon bei Temperaturen -180°C supraleitend werden.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Yttrium
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