ELEMENTDATEN
Position von Niob im PSE

Niob (OZ: 41)
5. Nebengruppe
Vanadiumgruppe
Normalzustand
Feststoff - Metall
weich, formbar, silbrig-glänzend, kubisch-raumzentriertes Gitter
7440-03-1
41
92,90638
3,30

142,9 pm
69 (+5) pm
134 pm
Konfiguration [Kr] 4d4 5s
Oxidationszahlen 5, 3
Ionisierungseng. 6,88
Dichte 8,58 g/cm³

1,6
1,2
4,0 eV

2741.0 K
2468 °C
5200.0 K
4927 °C
Natürliche Isotope
Nb-93: 100%
Entdeckung
1801
Hatchet
England
weiches, formbares, silbrig-glänzendes Metall; kubisch-raum- zentriertes Gitter

Niob

Symbol: Nb
Ordungszahl: 41

5. Nebengruppe (Vanadiumgruppe)

Namensbedeutung
Entdeckung
Vorkommen
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

Niobe (grch.): Tochter des griechischen Sagen-Königs Tantalus (engl.: niobium). Im französischen Sprachraum wird es auch entsprechend seines ursprünglichen Namens "Columbium" genannt.

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Entdeckung

1801 entdeckte der englische Chemiker Charles Hatchet bei der Untersuchung eines nordamerikanischen Minerals, das sich in der Sammlung des Britischen Museums befand, das Oxid eines neuen Metalls. Nach Christoph Kolumbus nannte er es Columbium. Doch bereits kurz darauf zweifelte er die Ergebnisse seiner Arbeit an und vermutete, bei dem Metall müsse es sich um gehandelt haben. Erst Heinrich Rose brachte 1844 Klarheit und benannte das Element in Anlehnung an das benachbarte Element nach der Tantalus-Tochter Niobe. 1905 schließlich gelang die erste Reindarstellung von Niob.

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Vorkommen

Niob ist das zweithäufigste Element der 5. Nebengruppe. Es ist stets vergesellschaftet mit und tritt in der Natur niemals elementar auf. Sein Anteil an der Bildung der Erdkruste liegt bei schätzungsweise 0,002 Gewichtsprozent. Wichtige Niob-Mineralien sind Niobit und Columbit. Der größte Teil des technisch genutzten Niobs wird aus Columbit gewonnen.

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Eigenschaften

Niob ist ein weiches, formbares, silbrig-glänzendes Metall. An der Luft ist es außerordentlich beständig, da es durch eine dünne Oxidschicht passiviert wird. Unter Normalbedingungen wird es von Säuren nicht gelöst. Erst konzentrierte, erhitzte Säuren vermögen es anzugreifen. Über 200°C erhitzt, geht Niob Verbindungen zu Nichtmetallen ein. Als feines Pulver neigt es zur Selbstentzündung. In seinen chemischen Eigenschaften zeigt es große Ähnlichkeit zu Tantal. − Eine wichtige Niobverbindung ist Niobpentoxid.

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Isotope

Das Element besteht nur aus einem stabilen Isotop, das die Massenzahl 93 hat. Außerdem sind 22 Radionuklide bekannt. Am stabilsten sind Nb-92 mit einer Halbwertszeit von 36 Mio. Jahren und Nb-94 (HWZ: 20.000 Jahre).

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Verwendung

Die Jahresproduktion des Metalls wird mit 15.000 Tonnen angegeben. In Legierungen mit anderen Metallen bilden hochfeste und korrosionsfreie Stähle. In Verbindung mit wird es in Supraleitern eingesetzt.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Niob
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