ELEMENTDATEN
Position von Molybdän im PSE

Molybdän (OZ: 42)
6. Nebengruppe
Chromgruppe
Normalzustand
Feststoff - Metall
weich, formbar, silbrig-glänzend, kubisch-raumzentriertes Gitter
7439-98-7
42
95,94
3,45

136,2 pm
62 (+6) pm
129 pm
Konfiguration [Kr] 4d5 5s
Oxidationszahlen 6, 5, 4, 3, 2, 0
Ionisierungseng. 7,099
Dichte 10,28 g/cm³

2,16
1,3
3,9 eV

2890.0 K
2617 °C
5833.0 K
5560 °C
Natürliche Isotope
Mo-92: 14,84% Mo-94: 9,25% Mo-95: 15,92% Mo-96: 16,68% Mo-97: 9,55% Mo-98: 24,13% Mo-100: 9,63%
Entdeckung
1778
Scheele
Schweden
weiches, formbares, silbrig-glänzendes Metall; kubisch-raum- zentriertes Gitter

Molybdän

Symbol: Mo
Ordungszahl: 42

6. Nebengruppe (Chromgruppe)

Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

molybdos (grch.): Blei; im Mittelalter Bezeichnung für alle bleiähnlichen Materialien (engl.: molybdenum)

nach oben

Allgemein

Das Element wurde von Carl Wilhelm Scheele 1778 entdeckt. Der Anteil von Molybdän an der Bildung der Erdkruste wird auf ca. 0,00015 Gewichtsprozent geschätzt. Es ist zwar relativ selten aber dennoch weit verbreitet. In der Natur tritt es stets gebunden auf. Die wichtigsten Molybdän-Mineralien sind Molybdänit oder Molybdänglanz, Powellit, Wulfenit (Gelbbleierz). Man findet es unter anderem in Mansfelder Kupferschiefer. Es ist vielfach ein Nebenprodukt der Kupfergewinnung. Für Pflanzen stellt Molybdän einen wichtigen Mikronährstoff dar, der Einfluß auf die Assimilationsfähigkeit hat.

nach oben

Eigenschaften

Molybdän ist ein weiches, formbares, silbrig-glänzendes Schwermetall mit kubisch-raumzentriertem Gitter. An Luft ist es beständig, da es von einer dünnen Oxidschicht geschützt wird. Auch von Wasser, den meisten Säuren und Laugen wird es nicht angegriffen. Von konzentrierter Schwefel- oder Salpetersäure wird es allerdings zersetzt. In seinen chemischen Eigenschaften steht es nahe. − Wichtige Molybdänverbindungen sind Molybdän(VI)-oxid und Molybdän(IV)-sulfid.

nach oben

Isotope

Molybdän ist ein Gemisch aus sieben stabilen Isotopen: Mo-92 (14,8%), Mo-94 (9,3%), Mo-95 (15,9%), Mo-96 (16,7%), Mo-97 (9,6%), Mo-98 (24,1%) und Mo-100 (9,6%). Außerdem gibt insgesamt 16 Radionuklide. Am langsamsten zerfällt Mo-93 mit einer Halbwertszeit von 3500 Jahren.

nach oben

Verwendung

Die jährliche Produktionsmenge liegt bei ungefähr 80.000 Tonnen. Weil bereits geringe Molybdänbeigaben (1%) zu Metallegierungen die Eigenschaften der Stähle in puncto Härte, Korrosions- und Hitzefestigkeit ganz erheblich verbessern, wird es in Bereichen eingesetzt, in denen hohe Materialanforderungen gestellt werden, wie zum Beispiel im Flugzeugbau, bei Turbinenschaufeln oder bei temperaturbeständigen Werkstoffen. Reines Molybdän wird in Halterungen für Glühfäden verwendet. Ein weiterer Einsatzbereich sind Katalysatoren in der chemischen Industrie.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Molybdän
http://www.uniterra.de/rutherford

© 1995 - 2006  Uniterra - Berlin
Alle Rechte vorbehalten.