Palladium
Symbol: Pd
Ordungszahl: 46
8. Nebengruppe (Platingruppe)
Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
nach dem kurz vorher entdeckten Planetoiden "Pallas" benannt (engl.: palladium)
Allgemein
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | 0,0000002 | 0,002 |
| Sonne | 0,0000003 | 0,0031 |
| Erdkruste | 0,0000003 | 0,003 |
| Meer | k.A. | k.A. |
| Mensch | k.A. | k.A. |
Anfang des 19. Jahrhunderts wuchs das Interesse der Chemiker an Platin. So begannen einige mit der Untersuchung der Rückstände von in Königswasser gelösten Platinerzen. Innerhalb nur eines Jahres wurden auf diese Weise vier Platinmetalle entdeckt: Osmium, Iridium, Rhodium und Palladium. Der Engländer William Wollaston fand bei derartigen Versuchen im Jahre 1803 neben Rhodium auch Palladium. Es gehört zu den seltenen Platinmetallen, denn sein Anteil an der Bildung der Erdkruste liegt bei nur 0,0000001 Gewichtsprozent! In der Natur kommt es gediegen als Begleiter von Platin und Gold vor. Palladium ist außerdem in einigen Nickel- und Kupfererzen vorhanden. Die Hauptfundorte sind Rußland, Kanada und Südafrika.
Eigenschaften
Palladium ist ein verformbares und bei Hitze schmiedbar. Es handelt sich um ein silbrig-weißes, stark reflektierendes Metall, das an Luft sehr beständig ist. Fein verteilt bildet es ein schwarzen Pulver. Palladium ist das unedelste Platinmetall und im Vergleich zu den anderen reaktionsfreudig. Bereits in kompakter Form wird es von Salpetersäure angegriffen. Bemerkenswert ist seines Eigenschaft der Wasserstoffabsorption: Es kann mehr als das 1000-fache seines eigenen Volumen an Wasserstoffgas aufnehmen. Ohne jeglichen Widerstand kann Wasserstoff durch erhitztes Palladiumblech diffundieren, wodurch man es von anderen Gasen abtrennen kann. Die Mohs'sche Härte beträgt 5. − Die wichtigste Palladium-Verbindung ist Palladium(II)-chlorid.
Isotope
Palladium ist ein Gemisch aus sechs stabilen Isotopen: Pd-102 (1,0%), Pd-104 (11,1%), Pd-105 (22,3%), Pd-106 (27,3%), Pd-108 (26,5%) und Pd-110 (11,7%). Insgesamt 19 Radionuklide sind inzwischen nachgewiesen. Die längste Halbwertszeit hat Pd-107 (HWZ: 6,5 Mio Jahre); am schnellsten zerfällt Pd-118 (HWZ: 3,5 Sekunden)
Verwendung
Jährlich werden zwischen 25 und 100 Tonnen weltweit gefördert. Palladium bildet sehr leicht Legierungen und wird als Silber-Palladium-Metall in der Zahntechnik eingesetzt. Hauptsächlich wird es wegen seines Verhaltens gegenüber Wasserstoff in sog. Hydrierungskatalysatoren verwendet.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Palladium
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