ELEMENTDATEN
Position von Indium im PSE

Indium (OZ: 49)
III. Hauptgruppe
Borgruppe
Normalzustand
Feststoff - Metall
weich, silbrig-weiß, bildet beständige Oxidschicht an der Luft
7440-74-6
49
114,82
5,00

162,6 pm
92 (+3) pm
150 pm
Konfiguration [Kr] 4d10 5s² 5p
Oxidationszahlen 3
Ionisierungseng. 5,786
Dichte 7,31 g/cm³

1,78
1,5
3,1 eV

429.32 K
156,2 °C
2353.0 K
2080 °C
Natürliche Isotope
In-113: 4,3% (99,48 m)* In-115: 96,7% ** *metastabiles Isotop; in Klammern: HWZ des metastabilen Zustands **primordiales Radio- nuklid
Entdeckung
1863
Reich u. Richter
Deutschland
weiches, silbrig-weißes Metall; bildet beständige Oxidschicht an der Luft

Indium

Symbol: In
Ordungszahl: 49

III. Hauptgruppe (Borgruppe)

Namensbedeutung
Entdeckung
Vorkommen
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

Indigo: blauer Farbstoff; wegen seiner charakteristischen blauen Spektrallinie (eng.: indium)

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Entdeckung

Mit der Entwicklung der Spektralanalyse durch Bunsen und Kirchhoff 1860 war der Weg frei für die Entdeckung weiterer Elemente: Indium war nach Cäsium, und bereits das vierte, das mittels Spektralanalyse nachgewiesen wurde. Die erste Veröffentlichung zu Indium stammt aus dem Jahre 1863 und wurde von dem deutschen Physiker Ferdinand Reich und dem Chemiker Theodor Richter verfaßt, die es bei der spektroskopischen Untersuchung von Rückständen aus Freiberger Zinkblende fanden.

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Vorkommen

Indium ist das vierte Element der Borgruppe, das sehr selten ist und in der Natur nicht elementar vorkommt. Sein Anteil an der Bildung der Erdkruste liegt bei nur 0,00001 Gewichtsprozent. Indium ist Begleitelement von Blei- und Zinkerzen. Seine größten Konzentrationen erreicht es mit bis zu einem Prozent in sulfidischen Erzen. Somit wird der überwiegende Teil von Indium als Nebenprodukt der Zink- und Bleiaufbearbeitung gewonnen. Die Indium-Mineralien Indit und Requesit spielen technisch keine Rolle, da sie zwar weitverbreitet, aber nirgendwo abbauwürdig sind.

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Eigenschaften

Indium ist ein sehr weiches, silbrig-weißes Metall, das sich schon mit dem Messer zerteilen läßt. In Gegenwart von Luft bildet es sofort eine beständige Oxidschicht aus. Indium schmilzt schon bei 156 und hat einen bemerkenswert ausgedehnten Flüssigkeitsbereich, der über sich 1900°C erstreckt. Erst bei 2080°C geht es in den gasförmigen Zustand über.

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Isotope

Indium hat zwei stabile Isotope In-113 (4,3%) und In-115 (96,7%). Von den 29 Radionukliden hat In-114 mit 49,5 Tagen die längste Halbwertszeit.

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Verwendung

Die jährliche Weltproduktion liegt bei nur 75 Tonnen. Eine nennenswerte Rolle spielt es eigentlich nur in der Halbleitertechnik und bei der Herstellung von niedrigschmelzenden Speziallegierungen.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Indium
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