ELEMENTDATEN
Position von Antimon im PSE

Antimon (OZ: 51)
V. Hauptgruppe
Stickstoffgruppe
Normalzustand
Feststoff - Halbmetall
weiß-glänzend, grobkristallin in mehreren Modifikationen
7440-36-0
51
121,75
6,30

145,0 pm
89 (+3) pm
141 pm
Konfiguration [Kr] 4d10 5s² 5p³
Oxidationszahlen 5, 3, -3
Ionisierungseng. 8,641
Dichte 6,69 g/cm³

2,05
1,8
4,85 eV

903.89 K
630,7 °C
2023.0 K
1750 °C
Natürliche Isotope
Sb-121: 57,3% Sb-123: 42,7%
Entdeckung
3000 v.Chr.
unbekannt
unbekannt
weiß-glänzendes, grobkristallines Metall in mehreren Modifikationen

Antimon

Symbol: Sb
Ordungszahl: 51

V. Hauptgruppe (Stickstoffgruppe)

Namensbedeutung
Entdeckung
Vorkommen
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

stibium (lat.): Zeichen, Markierung; schwarze Schminke; anti + monos (grch.): nicht allein (engl.: antimony)

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Entdeckung

Der eigentliche Entdecker von Antimon ist namentlich nicht bekannt. Tatsache ist allerdings, daß es in China spätestens seit 3000 vor Christus und in Ägypten seit 2000 v. Chr. verwendet wurde. Auch die Römer benutzten beispielsweise Grauspießglanz zur Herstellung schwarzer Schminke. Aus dieser Zeit stammen auch die Namen stibium und antimonium. Theophrastus von Hohenheim − genannt Paracelsus − beschrieb Anfang des 16. Jahrhunderts die medizinische Wirkung von Antimonpräparaten. In der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts verfaßte ein deutscher Benediktinermönch namens Basilius Valentinus eine erste Monographie über das Element, in der dessen Herstellung und einige Verbindungen beschrieben wurden. Valentinus konnte jedoch nicht als historische Person nachgewiesen werden, so daß man vermuten kann, es habe sich um ein Pseudonym für einen oder mehrere Verfasser gehandelt.

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Vorkommen

Antimon ist ein sehr seltenes Element der Stickstoffgruppe. Sein Anteil am Aufbau der Erdkruste liegt bei nur 0,00005 Gewichtsprozent. Gediegen tritt es manchmal zusammen mit auf. Das wichtigste Antimon-Mineral ist Grauspießglanz bzw. Stibnit (Antimon(III)-sulfid), das schon seit dem Altertum bekannt ist. Von den über hundert bekannten Antimon-Mineralien seien nur Rotspießglanz, Valentinit, Cervantit genannt. − Basalte enthalten ungefähr 1 ppm Antimon und Granite nur 250 ppb.

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Eigenschaften

Antimon ist ein Halbmetall, das in mehreren Modifikationen auftritt. Von diesen ist allerdings nur die metallisch-kristalline tatsächlich stabil. Diese Modifikation bildet silbrigweiße, grobe metallische Kristalle oder flache Plättchen. Daneben gibt es noch eine schwarze und eine gelbe Form, die beide sehr reaktionsfreudig sind und sich beim Erhitzen in die metallische Modifikation umwandeln. Diese ist an Luft oder im Wasser sehr beständig; auch von nichtoxidierenden Säuren wird es nicht angegriffen. Allerdings wird Antimon von Salpetersäure und konzentrierter Schwefelsäure oxidiert. − Antimon und seine Verbindungen schaden der Gesundheit. Der MAK-Wert für Antimonstäube liegt in Deutschland bei 0,5 mg/m³. − Wichtige Antimonverbindungen sind Antimon(III)-chlorid, Antimon(III)-oxid, Antimon(III)-sulfid und Antimonwasserstoff.

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Isotope

Antimon hat zwei stabile Isotope Sb-121 (57,3%) und Sb-123 (42,7%). Von den 28 sicher nachgewiesenen Radionukliden hat Sb-125 mit 2,8 Jahren die längste Halbwertszeit; am schnellsten zerfällt Sb-136 (HWZ: 0,8 Sekunden).

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Verwendung

Die Weltproduktion schwankt zwischen 50.000 und 75.000 Tonnen pro Jahr. Im Altertum war es als Grauspießglanz Bestandteil von Schminkstoffen und bis ins Mittelalter wurden Antimonverbindungen in Heilmitteln und diversen Tinkturen verarbeitet; unter anderem wurde es als Brechmittel verabreicht. Heute wird der größte Teil von metallischem Antimon als Härtungsmittel für Metalle verwendet. Außerdem wird es in der Halbleitertechnik, als Kautschukadditiv, in Feuerschutzüberzügen, in Farben und Pigmenten verarbeitet.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Antimon
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