Tellur
Symbol: Te
Ordungszahl: 52
VI. Hauptgruppe (Chalkogene)
Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
tellus (lat.): Erde (engl.: tellurium)
Allgemein
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | 0,000001 | 0,009 |
| Sonne | k.A. | k.A. |
| Erdkruste | 0,0000002 | 0,002 |
| Meer | k.A. | k.A. |
| Mensch | k.A. | k.A. |
Baron Franz Joseph Müller von Reichenstein entdeckte das Element 1782 in Sibiu, Rumänien. Tellur ist das vorletzte Element der VI. Hauptgruppe und sehr selten. Sein Anteil an der Bildung der Erdkruste liegt bei nur 0,0000002 Gewichtsprozent. In gediegener Form ist es Begleitelement von Gold und Silber. Größtenteils findet man allerdings seiner gebundenen Formen als Tellurdioxid (Tellurit) und in Form von Telluriden. Reine Telluride sind Calaverit AuTe2, Sylvanit (AgTe2 und Tullursilber Ag2Te. Wesentlich seltener als diese Mineralien ist Tellurbismutit.
Eigenschaften
Von Tellur sind zwei Modifikationen bekannt: Bei der ersten handelt es sich um silbrig-metallische, sehr spröde Kristalle mit Halbleitereigenschaften. Die zweite ist braunes, amorphes Pulver, die im Gegensatz zur ersten recht instabil ist und sich bereits bei Zimmertemperatur langsam in die kristalline Form umwandelt. Das Element liegt auf der Grenzlinie zwischen Metallen und Nichtmetallen; so zeigt das Halbmetall gewisse elektrische und thermische Eigenschaften. An Luft oder in einer Sauerstoffatmosphäre verbrennt es zu Tellurdioxid. Gegenüber Wasser und Salzsäure ist es beständig. Die bevorzugte Oxidationsstufe ist +4. Sowohl Tellur als auch seine Verbindungen sind toxisch. In seinem chemischen Verhalten steht es Selen und Schwefel nahe.
Isotope
Tellur besteht aus acht stabilen Isotopen, von denen Te-126 (19%), Te-128 (31,7%) und Te-130 (33,8%) am häufigsten sind. Insgesamt sind 25 Radionuklide bekannt. Die längste Halbwertszeit hat Te-121 mit einer Zerfallsrate von 154 Tagen. Am schnellsten zerfällt Te-106 mit 60 µs.
Verwendung
Jährlich werden von Tellur zwischen 250 und 700 Tonnen gewonnen. Verwendung findet überwiegend seine metallische Form in Stahl-, Aluminium- und Kupferlegierungen. Es wird in Katalysatoren der chemischen Industrie und zur Herstellung von Elektronikbauteilen in der Halbleitertechnik eingesetzt. Darüber hinaus wird es auch in Photozellen zur Nutzung der Sonnenenergie verarbeitet.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Tellur
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