ELEMENTDATEN
Position von Barium im PSE

Barium (OZ: 56)
II. Hauptgruppe
Erdalkalimetalle
Normalzustand
Feststoff - Metall
relativ weich, silbrig-weiß, kubisch-raumzentrierte Gitterstruktur
7440-39-3
56
137,327
2,85

217,3 pm
143 (+2) pm
198 pm
Konfiguration [Xe] 6s²
Oxidationszahlen 2
Ionisierungseng. 5,212
Dichte 3,65 g/cm³

0,89
1,0
2,4 eV

998.0 K
725 °C
1913.0 K
1640 °C
Natürliche Isotope
Ba-130: 0,106% Ba-132: 0,101% Ba-134: 2,417% Ba-135: 6,592% (28,7 h)* Ba-136: 7,854% Ba-137: 11,23% (2,55 m)* Ba-138: 71,70% *metastabile Isotope; in Klammern: HWZ des metastabilen Zustands
Entdeckung
1808
Davy
England
relativ weiches, silbrig-weißes Metall; kubisch-raumzen- trierte Gitterstruktur

Barium

Symbol: Ba
Ordungszahl: 56

II. Hauptgruppe (Erdalkalimetalle)

Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Biologische Bedeutung
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

barys (grch.): schwer (engl.: barium)

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Allgemein

Der Engländer Humphry Davy entdeckte das Element 1808 im Zuge seiner galvanischen Versuche zur Zerlegung der "alkalischen Erden". Die Reindarstellung der metallischen Form gelang aber erst knapp 100 Jahre später dem Franzosen Antoine Guntz. − In der Natur tritt Barium stets gebunden auf. Sein Anteil an der Bildung der Erdkruste liegt bei schätzungsweise 0,04%. Das wichtigste Barium-Mineral ist ohne Zweifel Schwerspat bzw. Baryt − eine Sulfatverbindung von Barium. Nennenswert ist auch Witherit (Bariumcarbonat). Abbauwürdige Schwerspatlagerstätten gibt es weltweit.

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Eigenschaften

Barium ist ein relativ weiches, silbrig-weißes Metall. Es ist das einzige Erdalkalimetall, das eine kubisch-raumzentrierte Gitterstruktur hat. Die Härte des Metalls ist mit der von vergleichbar. In Gegenwart von Luft läuft es relativ schnell schwarzgrau an. Mit Wasser reagiert es sehr heftig unter Bildung von Wasserstoffgas. Es läßt sich recht leicht entzünden. Das Element tritt wie alle Erdalkalimetalle nur in der Oxidationsstufe +2 auf. − Wichtige Bariumverbindungen sind Bariumcarbonat, Bariumnitrat, Bariumoxid, Bariumsulfat und Bariumsulfid.

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Biologische Bedeutung

Weil lösliche Bariumverbindungen sehr giftig sind, wurde in Deutschland ein Grenzwert für ihre Exposition festgelegt. Die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) liegt für sie bei 0,5 mg/m3.

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Isotope

Insgesamt gibt es sieben stabile Barium-Isotope, von denen Ba-138 mit 71,7% und Ba-137 mit 11,2% am häufigsten sind. Außerdem sind 24 Radionuklide bekannt. Am langsamsten zerfällt Ba-133 mit einer Halbwertszeit von 10,5 Jahren und die kürzeste Halbwertszeit hat Ba-148 mit 0,64 Sekunden.

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Verwendung

Die Gewinnung von Barium vorwiegend in Form von Bariumsulfat liegt zwischen vier und sechs Millionen Tonnen pro Jahr. Die Anwendung des reines Bariummetalls beschränkt sich auf wenige Spezialbereiche in der Metallurgie und bei Vakuumanlagen. Anders sieht es für seine Verbindungen aus: Von technischer Bedeutung sind Bariumcarbonat und Bariumsulfat.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Barium
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