Cer
Symbol: Ce
Ordungszahl: 58
Lanthanoide (Lanthanoide)
Namensbedeutung
Entdeckung
Vorkommen
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
Ceres (lat.): altrömische Göttin; nach einem 1801 entdeckten Planetoiden benannt (engl.: cerium)
Entdeckung
Unabhängig voneinander entdeckten 1803 die Schweden Wilhelm Hisinger und Jöns Berzelius sowie der Deutsche Martin Heinrich Klaproth ein neues Oxid, das sie Ceriderde nannten. Für drei Jahrzehnte hielt man die sog. Ceriderde für eine einheitliche Substanz. Bis Carl Gustav Mosander in den auf 1839 folgenden Jahren den Stoff schließlich in drei Bestandteile zerlegte: in Cer, Lanthan und "Didym". Die erste Reindarstellung des Lanthanoid-Metalls gelang jedoch erst 1875 in Amerika den Chemikern Norton und Hillebrand.
Vorkommen
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | k.A. | k.A. |
| Sonne | 0,0000004 | 0,004 |
| Erdkruste | 0,0082 | 83 |
| Meer | 0,00000001 | 0,00006 |
| Mensch | k.A. | k.A. |
Mit Cer beginnt die Reihe der Lanthanoid-Elemente, in deren Folge das 4f-Orbital nach und nach vollständig besetzt wird. Es ist gleichzeitig das häufigste Lanthanoid. Der Anteil des Elements an der Erdkruste wird mit 0,0043 Gewichtsprozent angegeben. Die wichtigsten Mineralien mit Cer-Anteil sind Monazit und Bastnäsit. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind allerdings nur die sekundären Ablagerungen wie zum Beispiel Monazitsande, die sich zu zirka einem Drittel aus dem leicht zugänglichen Ceroxid (Ce2O3) zusammensetzen.
Eigenschaften
Cer ist ein grau-glänzendes, dehnbares Metall. Die Härte des Metalls läßt sich mit der von Zinn vergleichen. Cer ist das reaktionsfreudigste Lanthanoid. Es zeichnet sich durch große Unbeständigkeit gegenüber Luft aus. Je nach Luftfeuchtigkeit läuft es bereits nach kurzer Zeit gelb an und wird schließlich von einer grauen Oxidschicht überzogen. − Die wichtigsten Cer-Verbindungen sind Ceroxid, Cer(III)-chlorid und Cer(IV)-sulfat.
Isotope
Von Cer sind insgesamt vier stabile, natürliche Isotope bekannt, von denen Ce-140 mit 88,5% und Ce-142 mit 11,1% die häufigsten sind. Außerdem gibt es 24 Radionuklide, deren Halbwertszeiten zwischen 33 Tagen und einigen Sekunden liegen.
Verwendung
Die gegenwärtige Weltproduktion wird mit einer Fördermenge von ca. 9400 Tonnen jährlich angegeben. Das Metall wird nur selten in Reinform verkauft, überwiegend handelt es sich um eine Mischung, die je zur Hälfte aus Cer und aus anderen Lanthanoiden besteht. Cer wird zur Färbung von Gläsern und Emaillen verwendet. Es ist Zusatzstoff in Lichtbogenanlagen, Bestandteil von Legierungen und Werkstoff in der Reaktortechnik.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Cer
http://www.uniterra.de/rutherford
© 1995 - 2006 Uniterra - Berlin
Alle Rechte vorbehalten.
