Hafnium
Symbol: Hf
Ordungszahl: 72
4. Nebengruppe (Titangruppe)
Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
hafnia (lat.): alter Name für Kopenhagen (engl.: hafnium)
Allgemein
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | 0,0000001 | 0,0007 |
| Sonne | 0,0000001 | 0,0011 |
| Erdkruste | 0,0004 | 4 |
| Meer | 0 | 0,000008 |
| Mensch | k.A. | k.A. |
Der Ungar Dirk Coster und der Holländer Georg v. Hevesy entdeckten Hafnium 1923 bei der Untersuchung von norwegischem Zirkon. Seine Existenz war zwar bereits seit einigen Jahren vermutet worden, konnte aber wegen der großen Ähnlichkeit seiner chemischen Eigenschaften zu Zirkonium erst durch die beiden Forscher anhand seiner charakteristischen Röntgenspektren nachgewiesen werden. Der Anteil von Hafnium an der Bildung der Erdkruste beträgt schätzungsweise 0,0004 Gewichtsprozent. In der Natur kommt es nie elementar vor und es tritt stets als Begleiter von Zirkonium auf, so daß es keine eigenständigen Hafnium-Mineralien gibt.
Eigenschaften
Hafnium ist ein verformbares, silbrig-glänzendes Metall. Wie Titan und Zirkonium überzieht es sich auch mit einer dünnen, schützenden Oxidschicht, die es korrosionsbeständig macht. Es ist beständig gegenüber vielen Säuren und den meisten Basen. In pulverisierter Form neigt es zur Selbstentzündung. Die großen Schwierigkeiten, Hafnium von Zirkonium auf chemischen Wege zu unterscheiden, wird wesentlich durch den nahezu identischen Atom- bzw. Ionenradien bedingt. Die wichtigste Oxidationszahl ist +4.
Isotope
Hafnium ist ein Gemisch aus sechs stabilen Isotopen: Hf-180 (35,2%), Hf-178 (27,1%), Hf-177 (18,6%) und Hf-179 (13,7%) sind am häufigsten. Außerdem sind 26 Radionuklide nachgewiesen, von denen Hf-182 mit 9 Mio. Jahren die längste Halbwertszeit hat.
Verwendung
Die jährliche Weltproduktion des Metalls beträgt lediglich 5 Tonnen. Wegen seiner großen Fähigkeit zum Einfang thermischer Neutronen wird es in der Reaktortechnik verwendet.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Hafnium
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