ELEMENTDATEN
Position von Wolfram im PSE

Wolfram (OZ: 74)
6. Nebengruppe
Chromgruppe
Normalzustand
Feststoff - Metall
grau, pulverförmig, kubisch-raumzentrierte Gitterstruktur
7440-33-7
74
183,85
4,35

137,0 pm
62 (+6) pm
130 pm
Konfiguration [Xe] 4f14 5d4 6s²
Oxidationszahlen 6, 5, 4, 3, 2, 0
Ionisierungseng. 7,98
Dichte 19,26 g/cm³

2,36
1,4
4,40 eV

3680.0 K
3407 °C
6200.0 K
5927 °C
Natürliche Isotope
W-180: 0,130% W-182: 26,30% W-183: 14,30% (5,3 s)* W-184: 30,67% W-186: 28,60% *metastabiles Isotop; in Klammern: HWZ des metastabilen Zustands
Entdeckung
1783
Gebrüder de Elhuyar
Spanien
graues, pulverförmiges Metall; kubisch-raumzentrierte Gitterstruktur

Wolfram

Symbol: W
Ordungszahl: 74

6. Nebengruppe (Chromgruppe)

Namensbedeutung
Entdeckung
Vorkommen
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

Das Element ist nach den Mineral Wolframit benannt. Wie bei stammt auch hier der Name aus dem erzgebirgischen Bergbau und Hüttenwesen. Wolframit wurde als unbrauchbares Begleitmineral beim Abbau von Zinnerz mit zu Tage gefördert. Die Bergleute erzählten sich, daß Wölfe das Zinnerz auffressen würden und aus dem dabei heruntertropfenden Speichel − "Wolfrahm" − das unnütze Mineral entstehe. Im englischen und französischen Sprachraum wird "tungsten" verwendet: "tung sten" (schwed.): schwerer Stein.

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Entdeckung

Obwohl mit Wolframit bereits seit dem Mittelalter ein wichtiges Wolfram-haltiges Mineral bekannt war, wurde das Element selbst erst im 18. Jahrhundert entdeckt. Die metallische Form des Elements wurde noch relativ unrein von den spanischen Brüdern Juan José und Fausto de Elhuyar 1783 erstmals dargestellt, nachdem C.W. Scheeles Untersuchungen an "Tungstein" (Scheelit) deutliche Hinweise auf ein neues Element gegeben hatten.

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Vorkommen

Der Anteil von Wolfram an der Bildung der Erdkruste liegt bei ca. 0,0001 Gew.-%. In der Natur kommt es stets gebunden vor. Die wichtigsten Wolfram-Mineralien sind Wolframit (FeWO4 mit MnWO4), Scheelit oder "Tungstein" (CaWO4) und Stolzit (PbWO4). Vorkommen: Knapp drei Viertel der Fördermenge von Wolframerzen stammt aus China.

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Eigenschaften

Metallisches Wolfram ist ein graues Pulver mit kubisch-raumzentrierter Gitterstruktur. An Luft ist es wegen einer passivierenden Oxidschicht sehr beständig. Unter Normalbedingungen wird es kaum von Säuren und überhaupt nicht von Alkalien angegriffen. In seinen chemischen Eigenschaften steht es nahe. Wolfram hat den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle und ist darüber hinaus außerordentlich hart: Widia-Metalle haben eine ähnliche Härte wie Diamant. − Wichtige Wolfram-Verbindungen sind Wolfram(VI)-oxid und Wolframcarbid.

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Isotope

Wolfram ist ein Gemisch aus fünf stabilen Isotopen: W-180 (0,130%), W-182 (26,3%), W-183 (14,3%), W-184 (30,67%) und W-186 (28,6%). Außerdem gibt es 24 Radionuklide, von denen W-181 mit 121 Tagen die längste Halbwertszeit hat.

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Verwendung

Auf der Pariser Weltausstellung von 1900 wurden erstmals Stähle, die Wolfram-haltig waren, gezeigt. Seither ist die Bedeutung des Schwermetalls stetig gestiegen. Heute liegt die jährliche Weltfördermenge zwischen 45.000 und 80.000 Tonnen. Es wird überwiegend für Legierungen in Stählen eingesetzt, an die höchste Anforderungen in puncto Härte und Beständigkeit gegen permanent hohe Temperaturen gestellt werden. Unter anderem verwendet man es in Glühdrähten.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Wolfram
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