Rhenium
Symbol: Re
Ordungszahl: 75
7. Nebengruppe (Mangangruppe)
Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
rhenus (lat.): alte Bezeichnung für den Rhein (engl.: rhenium)
Allgemein
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | 0,00000002 | 0,0002 |
| Sonne | 0 | 0,000002 |
| Erdkruste | 0,00000004 | 0,0004 |
| Meer | 0 | 0,000001 |
| Mensch | k.A. | k.A. |
Obwohl Mendelejew bereits 1874 entsprechend der von ihm erkannten Periodizitäten der Eigenschaften von Elementen die Existenz von Dwi-Mangan postuliert hatte, sollte seine Entdeckung noch 50 Jahre auf sich warten lassen. Erst die systematischen Versuche von Walter Noddack, Ida Tacke und Otto Berg aus Deutschland führten 1925 schließlich zum Erfolg. Sie fanden es durch Röntgenspektralanalyse von Molybdän-Erzen. Rhenium ist ein vergleichsweise seltenes Metall, das in der Natur nicht elementar vorkommt. In geringen Mengen kommt es als Begleiter von Molybdän (z.B. in Molybdänglanz) vor. Außerdem ist es in Platinerzen und Mansfelder Kupferschiefer enthalten.
Eigenschaften
Rhenium ist ein hartes, silbrig-glänzendes Metall. Nach Wolfram hat es den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle. Üblicherweise ist es als graues Pulver erhältlich. Es läuft an Luft nur sehr langsam an und ist korrosionsbeständig. Wird Rhenium-Pulver erhitzt, verbindet es sich mit dem Sauerstoff der Luft zu Dirheniumheptoxid. Es wird von Salpetersäure und konzentrierter Schwefelsäure gelöst. In seinen chemischen Eigenschaften steht es Technetium näher als Mangan.
Isotope
Rhenium hat zwei stabile Isotope Re-185 (37,4%) und Re-187 (62,6%). Außerdem sind 27 Radionuklide nachgewiesen. Die längste Halbwertszeit hat Re-186 mit 200.000 Jahren. Am schnellsten zerfällt Re-161 (HWZ: 10 Millisekunden).
Verwendung
Die Angaben über die jährliche Produktionsmenge schwanken zwischen einer und zehn Tonnen. Somit ist die wirtschaftliche Bedeutung des Metalls recht gering. Es wird ist in Glühdrähten und Katalysatoren eingesetzt. Außerdem findet es wegen seines hohen Schmelzpunkts in hitzeresistenten Thermobauteilen Verwendung.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Rhenium
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