Osmium
Symbol: Os
Ordungszahl: 76
8. Nebengruppe (Platingruppe)
Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
osme (grch.): Geruch; wegen des charakteristischen Geruches seines Tetraoxids (engl.: osmium)
Allgemein
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | 0,0000003 | 0,003 |
| Sonne | 0,0000001 | 0,00056 |
| Erdkruste | 0,00000002 | 0,0002 |
| Meer | k.A. | k.A. |
| Mensch | k.A. | k.A. |
Anfang des 19. Jahrhunderts wuchs das Interesse der Chemiker an Platin. So begannen einige mit der Untersuchung der Rückstände von in Königswasser gelösten Platinerzen. In kurzem Abstand wurden im Jahre 1803 auf diese Weise vier Metalle der Platingruppe entdeckt. Nachdem W. Wollaston Palladium und Rhodium gefunden hatte, sollte es nur wenige Monate dauern, bis der Engländer Smithson Tennant Iridium und schließlich Osmium entdeckte. Das seltene Schwermetall hat eine ähnliche Häufigkeit wie Ruthenium und ist am Aufbau der Erdkruste mit gerade einmal 0,000001 Gewichtsprozent beteiligt. In der Natur kommt es als Begleiter von Platin vor: In Platinerzen ist als natürliche Legierung "Osmiridium" bzw. Iridiosmium enthalten. Osmium ist außerdem in einigen Nickel- und Kupfererzen vorhanden. Die wichtigsten Förderstaaten sind Rußland, Kolumbien und Südafrika.
Eigenschaften
Osmium ist ein sehr hartes Metall mit blauweißem Glanz. In kompakter Form ist es an Luft, Wasser und gegenüber nichtoxidierenden Säuren beständig. In feinverteilter Form oxidiert es sehr langsam zu Osmium(VIII)-oxid. Von oxidierenden Säuren − z.B. konzentrierte Salpetersäure − und geschmolzenen Alkalien wird es angegriffen und zersetzt. Osmium hat nach Wolfram und Rhenium den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle. Die Mohs'sche Härte beträgt 7,5.
Isotope
Osmium ist ein Gemisch aus sieben stabilen Isotopen: Os-184 (0,02%), Os-186 (1,58%), Os-187 (1,6%), Os-188 (13,3%), Os-189 (16,1%), Os-190 (26,4%), Os-192 (41,0%). Insgesamt 27 Radionuklide sind bekannt. Von diesen hat Os-194 mit 6 Jahren die längste Halbwertszeit.
Verwendung
Gerade 60 Kilogramm werden jährlich weltweit gefördert, so daß die wirtschaftliche Bedeutung des Metalls gering ist. Der größte Teil ist ein Nebenprodukt aus der Nickelförderung. Osmium ist ein Bestandteil von Metallegierungen, deren Härte merklich erhöht wird. Einsatzbereiche dieser Legierungen sind Spitzen von Injektionsnadeln und Füllfederhaltern. Früher wurde es auch als Glühdraht für Lampen verwendet. Außerdem dient es als Katalysator für chemische Synthesen.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Osmium
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