Bismut
Symbol: Bi
Ordungszahl: 83
V. Hauptgruppe (Stickstoffgruppe)
Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
Bismutum ist eine Lateinisierung des alten Namens Wismut, der im Erzgebirge seit dem 13. Jahrhundert für das Erz verwendet wurde. (engl.: bismuth)
Allgemein
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | 0,0000001 | 0,0007 |
| Sonne | 0 | 0,00002 |
| Erdkruste | 0,0000004 | 0,004 |
| Meer | 0 | 0,00002 |
| Mensch | k.A. | k.A. |
Das Element ist den Bergleuten spätestens seit dem 13. Jahrhundert nach Christus bekannt. Den Abbau von Wismuterzen − wie es ursprünglich genannt wurde − beschrieb erstmals der deutsche Arzt Georgius Agricola, der zwischen 1494 und 1555 lebte. Auf ihn geht auch die latinisierte Namensform für das Element zurück. Bismut beschließt die V. Hauptgruppe. Es ist relativ selten und hat einen Anteil am Aufbau der Erdkruste von nur 0,000003 Gewichtsprozent. Teilweise kommt Bismut gediegen vor. Größtenteils ist es aber in den Mineralien wie Bismutglanz (BiS2), Bismutocker (Bi2O3) oder Eulytin Bi4(SiO4)3 gebunden. Die wichtigsten Vorkommen in Deutschland sind das Erzgebirge und der Schwarzwald.
Eigenschaften
Bismut ist ein sprödes, silbriges Metall mit leichter rosa Tönung. Es hat eine rhomboedrische Gitterstruktur. Bereits bei 271°C schmilzt es. Unter Normalbedingungen ist es an Luft sehr stabil und läuft nicht an. Von Wasser und Salzsäure wird es nicht angegriffen. Konzentrierte Schwefelsäure und Salpetersalze zersetzen das Metall, wobei Bismut(III)-salze entstehen. Die bevorzugte Oxidationsstufe ist +3. − Wichtige Verbindungen des Elements sind Bismut(III)-chlorid, Bismuthydroxid, Bismut(III)-nitrat und Bismut(III)-oxid sowie Bismut(III)-sulfid.
Isotope
Das Element hat nur ein stabiles Isotop mit der Massenzahl 209. Von den 26 sicher nachgewiesenen Radionukliden haben Bi-208 368.000 Jahren und Bi-210 mit 3 Mio Jahren die längsten Halbwertszeiten. Bi-189 zerfällt mit weniger als 1,5 Sekunden HWZ. am schnellsten. Alle auf Bismut folgenden Elemente haben ausschließlich radioaktive Isotope!
Verwendung
Die wichtigsten Förderländer sind Peru, Bolivien und Mexiko. Es wird vor allem als Nebenprodukt der Kupfer- und Bleiaufarbeitung gewonnen. Die jährliche Fördermenge liegt zwischen 3000 und 10.000 Tonnen. Als reines Metall hat Bismut nur in der Reaktortechnik und bei einigen niedrigschmelzenden Legierungen eine gewisse Bedeutung. Auch für pharmazeutische Produkte und in Katalysatoren wird es eingesetzt. Bismutelektroden werden zur Messung des pH-Werts verwendet.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Bismut
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