ELEMENTDATEN
Position von Radium im PSE

Radium (OZ: 88)
II. Hauptgruppe
Erdalkalimetalle
Normalzustand
Feststoff - Metall
radioaktiv, weich, silbrig
7440-14-4
88
226,0254
1,65

223,0 pm
152 (+2) pm
- pm
Konfiguration [Rn] 7s²
Oxidationszahlen 2
Ionisierungseng. 5,279
Dichte 5,50 g/cm³

0,89
1,0
- eV

973.0 K
700 °C
1413.0 K
1140 °C
Natürliche Isotope
keine alle Isotope sind instabil und radioaktiv
Entdeckung
1898
Marie u. Pierre Curie
Frankreich
radioaktives, weiches, silbriges Metall; Radium leuchtet im Dunkeln

Radium

Symbol: Ra
Ordungszahl: 88

II. Hauptgruppe (Erdalkalimetalle)

Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

radius (lat.): Strahl (engl.: radium)

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Allgemein

Radium wurde 1898 von dem Forscher-Ehepaar Marie und Pierre Curie bei der Untersuchung von Pechblende entdeckt. Es gehört zu den Erdalkalimetallen und beschließt gleichzeitig die zweite Hauptgruppe. Radium ist eines der seltensten Elemente auf der Erde und kommt in geringen Mengen in Uranpechblende vor, denn es ist ein Zwischenprodukt der Uran-Radium-Zerfallsreihe. Nur ungefähr 20 Milligramm sind in einer Tonne Uranerz vorhanden.

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Eigenschaften

Radium ist ein radioaktives, weiches und silbrig-glänzendes Metall, das im Dunkeln leuchtet. An Luft überzieht es sich sehr schnell mit einer grauen Nitridschicht und mit Wasser reagiert es heftig unter Freisetzung von Wasserstoffgas. Wie alle Erdalkalimetalle tritt es nur mit der Oxidationszahl +2 auf. In seinen chemischen Eigenschaften steht es sehr nahe. Das Metall hat eine sehr große Radiotoxizität. Im menschlichen Körper kann es wie bei der Knochenbildung ersetzen. Ist es einmal in die Knochensubstanz eingebaut, wirkt es dort als feste Strahlenquellen und kann Krebs erzeugen.

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Isotope

Alle Radium-Isotope sind instabil und radioaktiv. Insgesamt sind 25 Radionuklide bekannt, die überwiegend a-Strahler sind. Mit einer Halbwertszeit von 1600 Jahren hat Ra-226 die längste Zerfallsrate. Extrem schnell zerfallen dagegen Ra-217 (HWZ.: 1,6 µs) und Ra-217 (HWZ.: 14 µs).

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Verwendung

Die Bedeutung von Radium ist im Gegensatz zu früher erheblich gesunken. Bis in die 50er Jahre wurde es in der Krebstherapie und in Fluoreszensfarben verwendet. In beiden Einsatzbereichen spielt es heute keine Rolle mehr, da es durch billigere oder weniger giftige Substanzen ersetzt wurde.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Radium
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