Thorium
Symbol: Th
Ordungszahl: 90
Actinoide (Actinoide)
Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung
Namensbedeutung
Thor: germanische Gottheit (engl.: thorium)
Allgemein
| Häufigkeiten | in % | in ppm |
| Weltall | 0,00000004 | 0,0004 |
| Sonne | 0 | 0,00027 |
| Erdkruste | 0,0006 | 6 |
| Meer | 0 | 0,00000004 |
| Mensch | k.A. | k.A. |
1829 entdeckte der schwedische Chemiker Jöns Jakob Berzelius das Element bei der Untersuchung einer Mineralprobe, die er von der norwegischen Insel Lövo erhalten hatte. Die Reindarstellung des Metalls gelang aber erst fast 90 Jahre später. Thorium bildet den Ausgangspunkt für die Reihe der Actinoiden, in deren Folge das 5f-Orbital nach und nach besetzt wird. Es ist das häufigste Actinoiden-Elemente überhaupt: es macht knapp 77% aller in der Erdkruste vorkommenden Actinoiden aus. Sein Anteil an der Bildung der Erdkruste beträgt ca. 0,001 Gewichtsprozent. In der Natur findet man fast ausschließlich das extrem langlebige Isotop Th-232, das am Anfang der Thorium-Zerfallsreihe steht. Die übrigen Nuklide sind Zwischenprodukte verschiedener Zerfallsreihen. Thorium findet sich in Monazitsanden vergesellschaftet mit zahlreichen Lanthanoiden. Die wichtigsten Thorium-Mineralien sind Thrianit (Th, U)O2 und Thorit (ThSiO4). Daneben ist es auch in Zirkon und Sphen zu finden. Hauptabbaugebiete für Thorium-Mineralien sind Kanada, Brasilien, Indien und Sri Lanka.
Eigenschaften
Thorium ist ein radioaktives, silbriges Metall, das weich und verformbar ist. Seine Legierungen können allerdings recht hart sein. An Luft überzieht es sich sofort mit einer dünnen, schützenden Oxidschicht. Als feinstes Pulver neigt es zu Selbstentzündung. Mit heißem Wasser reagiert es unter Freisetzung von Wasserstoffgas. Chemisch ähnelt es dem Hafnium, so daß es längere Zeit der 4. Nebengruppe zugeordnet wurde. − Die wichtigste Thoriumverbindung ist Thoriumdioxid, das mit 3390°C den höchsten Schmelzpunkt aller bekannten Oxide hat! Thorium wirkt zwar nicht − wie beispielsweise Uran oder Plutonium akut toxisch − ist aber wegen seiner Radioaktivität krebserzeugend.
Isotope
Das wichtigste Isotop ist Th-232 mit der Halbwertszeit von mehr als 14 Milliarden Jahren! Daneben sind 24 Radionuklide bekannt; von diesen weisen Th-230 (HWZ. 75.400 Jahre) und Th-229 (7340 Jahre) die längsten Zerfallsraten auf. Die Isotope Th-217 bis 220 sind bereits binnen weniger Mikrosekunden zerfallen.
Verwendung
Die jährliche Weltproduktion wird mit ca. 31.000 Tonnen angegeben. Die Ressourcen werden auf 3,3 Mio. Tonnen geschätzt. Die oxidische Form des Thoriums wurde zuerst in Glühstrümpfen von Lampen eingesetzt. Es wird in Metallegierungen und heute auch als Kernbrennstoff in Reaktoren verwendet.
Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Thorium
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