ELEMENTDATEN
Position von Rutherfordium im PSE

Rutherfordium (OZ: 104)
4. Nebengruppe
Titangruppe
Normalzustand
Feststoff - Metall
künstlich, radioaktiv, kurzlebig
53850-36-5
104
261,1087
unbekannt

unbekannt
unbekannt
unbekannt
Konfiguration [Rn] 5f14 6d² 7s²
Oxidationszahlen unbekannt
Ionisierungseng. unbekannt
Dichte unbekannt

unbekannt
unbekannt
unbekannt

unbekannt

unbekannt

Natürliche Isotope
keine alle Isotope sind instabil und radioaktiv
Entdeckung
1964/1969
Flerow bzw. Ghiorso
Sowjetunion/USA
künstliches, radioaktives Metall; längste HWZ: Rf-261  65 Sekunden

Rutherfordium

Symbol: Rf
Ordungszahl: 104

4. Nebengruppe (Titangruppe)

Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

Eine endgültige Namensfestlegung für das Element 104 hat noch nicht stattgefunden. Es wurden drei verschiedene Namen vorgeschlagen: 1. von den Amerikanern Rutherfordium (Rf; nach dem Physiker Ernest Rutherford), 2. von den Russen "Kurtschatovium" (Ku; nach dem sowjetischen Atomforscher) und 3. von der IUPAC als vorläufiger Name "Unnilquadium" (Unq; nach den griechischen Worten für eins, null und vier). Am gebräuchlichsten ist der erste Name. (engl.: rutherfordium)

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Allgemein

Die Synthese des Elements wurde erstmals von sowjetischen Wissenschaftlern unter der Leitung von G.N. Flerow 1964 im Kernforschungszentrum Dubna durchgeführt. Hierfür wurde Plutonium-242 mit hochenergetischen Neon-Ionen (113-115 MeV) beschossen. Die sowjetischen Wissenschaftler meldeten, sie hätten Isotop mit der Massenzahl 260 nachgewiesen. Sie schlugen als Namen "Kurtschatovium" vor. Fünf Jahre später identifizierte eine Arbeitsgruppe um Ghiorso an der University of California in Berkeley zwei oder möglicherweise auch drei Isotope des neues Elements. Sie konnten allerdings trotz großer Anstrengungen nicht das russische Arbeitsergebnis reproduzieren, so daß die Identität von Ku-260 zweifelhaft blieb. Aus diesem Grund beanspruchten die Amerikaner die Entdeckung des Elements für sich und nannten es nach dem Physiker Ernest Rutherford. Das Rutherfordium ist das erste künstlich erzeugte, radioaktive Transaktinoidenelement, das entdeckt wurde.

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Eigenschaften

Rutherfordium ist ein künstliches, radioaktives Metall über dessen Eigenschaften nur wenig empirisches Wissen vorhanden ist, denn die Halbwertszeiten der verschiedenen Isotope sind so gering, daß sie sich einer eingehenden Untersuchung entziehen. Es läßt sich aber anhand der bisher gesammelten Kenntnisse problemlos in die 4. Nebengruppe einordnen.

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Isotope

Insgesamt sind sechs Isotopen bekannt, die allesamt sehr instabil und radioaktiv sind. Ihre Zerfallsraten liegen im Bereich von wenige Sekunden bis einigen Millisekunden; am langlebigsten ist Rf-261 mit einer Halbwertszeit von 65 Sekunden.

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Verwendung

Das Element wurde bisher nur zu Forschungszwecken synthetisiert und hat darüber hinaus keine Bedeutung.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Rutherfordium
http://www.uniterra.de/rutherford

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