ELEMENTDATEN
Position von Dubnium im PSE

Dubnium (OZ: 105)
5. Nebengruppe
Vanadiumgruppe
Normalzustand
Feststoff - Metall
künstlich, radioaktiv, kurzlebig
3850-35-4
105
262,1138
unbekannt

unbekannt
unbekannt
unbekannt
Konfiguration [Rn] 5f14 6d³ 7s²
Oxidationszahlen unbekannt
Ionisierungseng. unbekannt
Dichte unbekannt

unbekannt
unbekannt
unbekannt

unbekannt

unbekannt

Natürliche Isotope
keine alle Isotope sind instabil und radioaktiv
Entdeckung
1967/1970
Flerow bzw. Ghiorso
Sowjetunion/USA
künstliches, radioaktives Metall; längste HWZ: Ha-262  35 Sekunden

Dubnium

Symbol: Db
Ordungszahl: 105

5. Nebengruppe (Vanadiumgruppe)

Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

Über die Namensgebung für das Element 105 besteht bis heute keine Einigkeit. Es wurden drei verschiedene Namen vorgeschlagen: 1. von den Amerikanern Hahnium (Ha; nach dem deutschen Chemiker Otto Hahn, der zusammen mit Lise Meitner die Kernspaltung entdeckte), 2. von den Russen Nielsbohrium (Ns; nach dem dänischen Atomphysiker Niels Bohr) und 3. von der IUPACals vorläufigen Namen Unnilpentium (Unp; nach den griechischen Worten für eins, null und fünf). Am gebräuchlichsten ist der erste Name. In neuerer Zeit wurde die Bezeichnung Nielsbohrium auch für das Element 107 vorgeschlagen. (engl.: hahnium)

nach oben

Allgemein

Im Jahre 1967 meldeten sowjetische Wissenschaftler unter der Leitung von G.N. Flerow am Kernforschungszentrum Dubna, die Synthese des zweiten Transaktinoidenelements nur drei Jahre nach der Entdeckung des 104. Elements. Hierfür wurde Americium-243 mit hochenergetischen Neon-Ionen (117 MeV) beschossen. Die sowjetischen Wissenschaftler meldeten den Nachweis der Isotope mit den Massenzahlen 260 und 261. Sie schlugen als Namen Nielsbohrium vor. 1970 führten amerikanische Wissenschaftler um A. Ghiorso ähnliche Versuche durch, indem sie Californium-249 mit Stickstoff-Ionen beschossen und schlugen als Namen Hahnium vor. Die sowjetischen Ergebnisse zweifelten sie an.

nach oben

Eigenschaften

Dubnium ist ein künstliches, radioaktives Metall. Seine relative Atommasse beträgt 262,1138. Über seine Eigenschaften ist nur wenig empirisches Wissen vorhanden, denn die Halbwertszeiten der verschiedenen Isotope sind so gering, daß sie sich einer eingehenden Untersuchung entziehen. Es läßt sich aber anhand der bisher gesammelten Kenntnisse problemlos in die 5. Nebengruppe einordnen.

nach oben

Isotope

Insgesamt fünf Isotope sind bekannt; die Existenz eines weiteren ist bisher nicht ausreichend gesichert. Die Zerfallsraten liegen sämtlichst im Sekundenbereich. Die längste Halbwertszeit hat Db-262 mit 35 Sekunden.

nach oben

Verwendung

Das Element wurde bisher nur zu Forschungszwecken synthetisiert und hat darüber hinaus keine Bedeutung.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Dubnium
http://www.uniterra.de/rutherford

© 1995 - 2006  Uniterra - Berlin
Alle Rechte vorbehalten.