ELEMENTDATEN
Position von Seaborgium im PSE

Seaborgium (OZ: 106)
6. Nebengruppe
Chromgruppe
Normalzustand
Feststoff - Metall
künstlich, radioaktiv, kurzlebig
54038-81-2
106
263,1182
unbekannt

unbekannt
unbekannt
unbekannt
Konfiguration [Rn] 5f14 6d4 7s²
Oxidationszahlen unbekannt
Ionisierungseng. unbekannt
Dichte unbekannt

unbekannt
unbekannt
unbekannt

unbekannt

unbekannt

Natürliche Isotope
keine alle Isotope sind instabil und radioaktiv
Entdeckung
1974
Oganessian (Arbeitsgruppe)
Sowjetunion/USA
künstliches, radioaktives Metall; längste HWZ: Unh-263  0,9 Sekunden

Seaborgium

Symbol: Sg
Ordungszahl: 106

6. Nebengruppe (Chromgruppe)

Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

In neuerer Zeit wurde der Name Seaborgium vorgeschlagen, nach dem Forscher Glenn Seaborg, der unter anderen entdeckte. Der vorläufige IUPAC-Name ist eine Zusammensetzung der griechischen Worte für eins, null und sechs. (engl.: seaborgium)

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Allgemein

Die Synthese des 106. Elements gelang im Juni 1974 sowjetischen Wissenschaftlern um G.N. Flerow und J.C. Oganesjan am Kernforschungszentrum in Dubna. Mit einem Schwerionenbeschleuniger wurde ein Chromionen-Strahl mit einer Intensität von 200 Milliarden Teilchen pro Sekunde und einer Ionenenergie von 280 MeV auf ein Zielmaterial aus verschiedener Massenzahl gerichtet. Es konnte die Bildung von Kernen nachgewiesen werden, deren spontaner Zerfall dem Element 106 zugeordnet werden konnte. Drei Monate später im September 1974 gaben auch amerikanische Wissenschaftler der Arbeitsgruppe um A. Ghiorso und G.T. Seaborg den Erfolg ihrer Anstrengungen bekannt. Weder von den sowjetischen noch von den amerikanischen Wissenschaftlern wurde in den darauf folgenden Jahren ein Name vorgeschlagen, denn inzwischen war man es offensichtlich leid, den "Namenskrieg" fortzusetzen. Erst in neuerer Zeit wurde Seaborgium vorgeschlagen; eine Namensgebung, die von der IUPAC bisher noch nicht endgültig festgeschrieben wurde.

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Eigenschaften

Seaborgium ist ein künstlich erzeugtes, radioaktives Element der 7. Periode, das der 6. Nebengruppe zugeordnet werden kann und auf folgt. Es hat die relative Atommasse von 263,1182. Über seine spezifischen Eigenschaften ist nur wenig bekannt, da es binnen kurzer Zeit wieder zerfällt und nur schwer zu untersuchen ist.

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Isotope

Inzwischen konnten sechs Isotope synthetisiert werden, die allesamt sehr kurzlebig sind: Sg-259 (0,48 s), Sg-260 (3,6 ms), Sg-261 (0,23 s), Sg-263 (0,9 s), Sg-265 (2 − 30 s) und Sg-266 (10 − 30 s).

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Verwendung

Das Element wurde ausschließlich zu Forschungszwecken hergestellt und hat darüber hinaus keine weitere Bedeutung.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Seaborgium
http://www.uniterra.de/rutherford

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