ELEMENTDATEN
Position von Ununnilium im PSE

Ununnilium (OZ: 110)
8. Nebengruppe
Platingruppe
Normalzustand
Feststoff - Metall
künstlich, radioaktiv, sehr kurzlebig
54083-77-1
110
~270
unbekannt

unbekannt
unbekannt
unbekannt
Konfiguration [Rn] 5f14 6d8 7s²
Oxidationszahlen unbekannt
Ionisierungseng. unbekannt
Dichte unbekannt

unbekannt
unbekannt
unbekannt

unbekannt

unbekannt

Natürliche Isotope
keine alle Isotope sind instabil und radioaktiv
Entdeckung
1994
Ges. f. Schwerionenfsch.
Deutschland

Ununnilium

Symbol: Uun
Ordungszahl: 110

8. Nebengruppe (Platingruppe)

Namensbedeutung
Allgemein
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

Der IUPAC-Nomenklaturname lautet "Ununnilium" (griech. für 110), daraus leitet sich das vorübergehend gültige Elementsymbol 'Uun' ab.

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Allgemein

Am 9. November 1994 gelang Wissenschaftlern der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt die Synthese des 110. Elements. Das neue Element wurde am Teilchenbeschleuniger "Unilac" (Universal Linear Accelerator) durch die Verschmelzung eines Bismut- mit einem Cobaltatom erzeugt. Damit war ihnen gelungen, was Forschern weltweit seit 10 Jahren vergeblich versucht hatten. An dem aufwendigen Projekt waren 13 Wissenschaftler unter Leitung von Peter Armbruster und Sigurt Hofmann beteiligt. In dem zweiwöchigen Experiment gelang ihnen der zweifelsfreie Nachweis von vier Atomen mit der Massenzahl 269. In einem zweiten Experiment Ende November wurden noch sieben Atome eines zweiten Isotops mit der Massenzahl 271 erzeugt. Doch das Element sollte nur bis Dezember 1994 den vorläufigen Abschluß des Periodensystems bilden, denn schon Anfang des neuen Monats wurde nach der gleichen Methode das 111. Element synthetisiert.

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Eigenschaften

Das 110. Element ist ein künstliches, radioaktives Metall. Die relative Atommasse liegt bei etwa 270.

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Isotope

Bis heute wurden zwei Isotope nachgewiesen, die beide extrem kurzlebig sind. Sie haben die Massenzahlen 269 bzw. 271. Das erste zerfällt mit einer Halbwertszeit von 170µs, das zweite mit 1,4 ms.

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Verwendung

Anwendungen gibt es nicht; das Element wurde ausschließlich zu Forschungszwecken synthetisiert. Die Forschungen an den extrem schweren, künstlichen Elementen soll tieferen Einblick in die Natur der Materie geben.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Ununnilium
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