ELEMENTDATEN
Position von Unununium im PSE

Unununium (OZ: 111)
1. Nebengruppe
Kupfergruppe
Normalzustand
Feststoff - Metall
künstlich, radioaktiv, sehr kurzlebig
54386-24-2
111
~272
unbekannt

unbekannt
unbekannt
unbekannt
Konfiguration [Rn] 5f14 6d9 7s²
Oxidationszahlen unbekannt
Ionisierungseng. unbekannt
Dichte unbekannt

unbekannt
unbekannt
unbekannt

unbekannt

unbekannt

Natürliche Isotope
keine alle Isotope sind instabil und radioaktiv
Entdeckung
1994
Ges. f. Schwerionenfsch.
Deutschland

Unununium

Symbol: Uuu
Ordungszahl: 111

1. Nebengruppe (Kupfergruppe)

Namensbedeutung
Entdeckung
Eigenschaften
Isotope
Verwendung


Namensbedeutung

Der IUPAC-Nomenklaturname lautet Unununium (griech. für 111), daraus leitet sich das Elementsymbol 'Uuu' ab.

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Entdeckung

Am 8. Dezember 1994 − nur vier Wochen nach der Entdeckung des 110. Elements − berichten Wissenschaftler der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt über die Synthese des 111. Elements. Das neue Element wurde am Teilchenbeschleuniger Unilac (Universal Linear Accelerator) durch die Verschmelzung eines Bismut- mit einem Nickelatom erzeugt. An den Versuchen war ein internationales Team von Kernphysikern unter Leitung von Peter Armbruster und Sigurt Hofmann beteiligt, unter anderem Wissenschaftler aus Moskau, Finnland und der Slowakei. Die Forschergruppe konnte anfangs nur ein einziges Atom mit der Ordnungszahl 111 und der Massenzahl 272 identifizieren. Bis zum Abschluß des Experiments am 18. Dezember konnten sie zwei weitere Atom erzeugen und nachweisen.

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Eigenschaften

Das 111. Element ist ein künstliches, radioaktives Metall. Die relative Atommasse liegt bei etwa 272.

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Isotope

Das einzige bisher nachgewiesene Isotop ist ein a-Strahler, der äußerst instabil ist und mit einer Halbwertszeit von 1,5 ms zerfällt.

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Verwendung

Praktische Anwendungen gibt es nicht; das Element wurde ausschließlich zu Forschungszwecken synthetisiert. Die Forschungen an den künstlichen Elementen soll tiefere Einblicke in die Natur der Materie geben. Die Experimente zur Synthese der Elemente 112 bis 114 werden wahrscheinlich erst 1996 wiederaufgenommen, da der Unilac gegenwärtig für andere Projekte genutzt wird.




Rutherford Online - Lexikon der Elemente 2006
Elementbeschreibungen: Unununium
http://www.uniterra.de/rutherford

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