III.HG. Borgruppe Symbol


  Eigenschaften im Überblick

Name Bor Aluminium Gallium Indium Thallium
Ordnungszahl 5 13 31 49 81
rel. Atommasse 10,81 26,98 69,72 114,82 204,38
Schmelzpkt. in K 2573 933,52 302,93 429,32 576,7
Siedepkt. in K 2823 2740 2676 2353 1730
Dichte in g/cm³ 2,46 2,70 5,91 7,31 11,85
Elektronegativität 2,0 1,5 1,8 1,5 1,4
Ionisierungseng. eV 8,30 5,97 6,0 5,79 6,11
Oxidationszahlen 3 3 3, 2, 1 3, 2, 1 3, 1
Atomradius in pm 83 143,1 122,1 162,6 170,4
Ionenradius in pm 23 57 62 92 149



Allgemeine Beschreibung

Zur III. Hauptgruppe rechnet man die Elemente Bor, Aluminium, Gallium, Indium und Thallium. Sie stehen in ihren Eigenschaften den Erdalkalimetallen nahe. Der ursprüngliche Name Erdmetalle ist aber heute nicht mehr gebräuchlich. Er führt auch in die Irre, weil Bor ein Halbmetall ist. Deshalb wird diese Gruppe heute nach dem ersten Vertreter einfach Borgruppe genannt.



In der Häufigkeit innerhalb der Gruppe steht Aluminium mit über 99% (!) deutlich an erster Stelle. Dann folgen Bor, Gallium und Thallium sowie ganz am Ende Indium. Der Anteil der Borgruppe am Aufbau der Erdkruste liegt bei knapp 8%, wobei Aluminium noch vor Eisen das häufigste Metall in der Erdkruste ist. Kein Element dieser Gruppe kommt in der Natur rein, sondern stets gebunden vor.



Bis auf das Halbmetall Bor sind alle Elemente dieser Gruppe Metalle mit unterschiedlicher Härte. Der metallische Charakter innerhalb der III. Hauptgruppe nimmt von Aluminium ausgehend in Richtung Thallium zu. Während Aluminium und Indium gute elektrische Leiter sind, leiten Gallium und Thallium schlecht. Dagegen leitet Bor Strom praktisch überhaupt nicht. In ihren chemischen Eigenschaften stehen die Borgruppenelemente den Erdalkalimetallen nahe.



Aufgrund der Elektronenkonfiguration haben die Elemente der Borgruppe drei Valenzelektronen. Der häufigste Oxidationszustand ist deshalb +3. Weniger wichtig ist die Oxidationsstufe +1. Die Elemente dieser Gruppe reagieren im wesentlichen nicht mit Wasser. Nur reines Aluminium setzt aus Wasser Wasserstoff frei, bildet aber sofort eine dünne schützende Oxidschicht, die eine weitere Umsetzung verhindert.


 

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