VIII.HG. Edelgase Symbol


  Eigenschaften im Überblick

Name Helium Neon Argon Krypton Xenon Radon
Ordnungszahl 2 10 18 36 54 86
rel. Atommasse 4,00 20,18 39,95 83,8 131,29 222,02
Schmelzpkt. in K 0,95 24,48 83,78 116,55 161,3 202
Siedepkt. in K 4,216 27,1 87,29 120,85 166,1 211,4
Dichte in g/L 0,17 0,84 1,66 3,48 4,49 9,23
Elektronegativität k.A. -- -- -- -- --
Ionisierungseng eV 24,587 21,56 15,76 14,0 12,13 10,75
Oxidationszahlen -- -- -- 2 2, 4, 6, 8 2
Atomradius in pm 128 k.A. 174 k.A. 218 k.A.
Ionenradius in pm -- -- -- 169 190 k.A.



Allgemeine Beschreibung

Edelgase ist eine Sammelbezeichnung für die Elemente der VIII. Hauptgruppe. Zu dieser Gruppe zählt man die Elemente Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon und Radon. Das häufigste Edelgas ist Argon. An zweiter Stelle der Häufigkeit steht Neon. Dann folgen Helium, Krypton und Xenon. Radon tritt nur in Spuren als Produkt natürlicher, radioaktiver Zerfallsprozesse auf. Edelgase sind Bestandteile der Luft. - Im interstellaren Raum des Universums befindet sich neben Wasserstoff praktisch nur noch Helium.



Bei den Edelgasen handelt es sich um farb-, geschmack- und geruchlose Gase, die nur atomar vorkommen. Sie lösen sich relativ gut in Wasser. Aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften sind sie kaum unterscheidbar, so daß sie deshalb mit Hilfe physikalischer Methoden identifiziert werden. Ihre Oxidationszahl ist 0; nur die schwereren Edelgase weisen daneben noch +2 auf. Die Schmelzpunkte der Edelgase liegen durchweg bei sehr niedrigen Temperaturen. So hat Helium den niedrigsten Schmelz- und Siedepunkt aller Elemente. Mit Ausnahme von Helium kristallisieren alle mit dichten kubischen Gittern.



Die Elektronenkonfiguration der Edelgase zeichnet sich durch abgeschlossene Schalen aus. Sie erzeugen eine kugelsymmetrische Ladungsverteilung der Atome. Die hohen Ionisierungsenergien führen zu außerordentlicher chemischer Stabilität. Edelgase werden deshalb auch als inerte oder reaktionsträge Gase bezeichnet. Die Edelgase haben die jeweils höchste Ionisierungsenergie ihrer Periode. Von den leichten Edelgasen Helium, Neon und Argon sind keine Verbindungen bekannt.



Daß die schweren Edelgase Krypton und Xenon in gewissem Maße zu Reaktionen fähig sein müssen, wird klar, wenn man bedenkt, daß beispielsweise Xenon eine ähnlich hohe 1. Ionisierungsenergie hat wie Sauerstoff. Auf diesen Sachverhalt wies Linus Pauling erstmals 1933 hin. Aber erst 1962 wurde von Bartlett mit Xenonhexafluoroplatinat eine echte Edelgasverbindung dargestellt! Bis heute sind bereits über 30 Edelgasverbindungen bekannt geworden.

 

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