Atombau Symbol


  Elektron



Anfang der 30er des 18. Jahrhunderts führte Michael Faraday Versuche durch, die ihn die Grundlagen elektrolytischer Vorgänge erkennen ließ. So wurde deutlich, daß eine ganz bestimmte Elektrizitätsmenge von jedem entstehenden Ion transportiert wird. Diesen Träger der Elektrizität nannte Georg J. Stoney 1891 Elektron.


Wie heute bekannt ist, sind Elektronen Elementarteilchen, die neben den Protonen und den Neutronen die Grundbausteine von Atomen sind. Eingehende Untersuchungen dieser elementaren Strukturen führte erstmals Robert Millikan 1909 durch. Es gelang ihm die exakte Messung der Ladung von Elektronen. Im Gegensatz zum Proton ist die Ladung des Elektrons negativ; sie beträgt e=1,602177 x 10-19 Coulomb. In einem Atom im Grundzustand ist die Zahl der Protonen und Elektronen gleich, so daß sie nach Außen hin elektrisch neutral erscheinen. Werden Elektronen aus dem Verband entfernt, entsteht ein positiv geladenes Ion (Kation); werden Elektronen hinzugefügt, entsteht ein negativ geladenes Ion (Anion).


Die Ruhemasse von Elektronen wird mit 9,109535 x 10-28 g angegeben. Ihre Masse ist 2000-mal geringer als die von Protonen oder Neutronen. Die Ruheenergie beträgt 0,511 MeV und ihr theoretischer Radius ist 2,8179 x 10-15 m.


Elektronen können mehr oder weniger einfach durch Ionisierung aus einem Atomverband entfernt werden, wobei die Ionisierungsenergie, die aufgewendet werden muß, mit jedem zusätzlich entfernten Elektron größer wird. Bei Metallverbindungen sind die Elektronen keinem einzelnen Atom mehr zuzuordnen, sondern bilden vielmehr eine Art Elektronengas.

 

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