Periodensystem Symbol


  Aufbau des Periodensystems


Es gibt unterschiedliche Darstellungsweisen des Periodensystems der Elemente, wie es Mitte des 19. Jahrhunderts von Mendelejew vorgeschlagen wurde: Generell unterscheidet man zwischen der kurzen, langen und überlangen Form. Die Langform des Periodensystems hat sich dabei als am praktischsten erwiesen, da alle Elemente sehr übersichtlich angeordnet sind.


Das Periodensystem umfaßt sieben Perioden (waagerechte Zeilen), die folgende Anzahl von Elemente enthalten:

1. Periode (Vorperiode)2 Elemente
2. Periode (1. kurze Periode)8 Elemente
3. Periode (2. kurze Periode)8 Elemente
4. Periode (1. lange Periode)18 Elemente
5. Periode (2. lange Periode)18 Elemente
6. Periode (3. lange Periode)32 Elemente
7. Periode (4. lange Periode)bisher 23 Elemente


Die senkrechten Spalten des Periodensystems werden als Gruppen bezeichnet, wobei zwischen Haupt- und Nebengruppen unterschieden wird:

Dem Gesetz der Periodizität entsprechend, stehen in jeder Gruppe Elemente mit einander ähnlichen Eigenschaften.


An dieser Stelle haben wir uns für folgende Beschriftung entschieden:

  • Hauptgruppen mit römischen Ziffern und
  • Nebengruppen mit arabischen Ziffern zu bezeichnen.


Es gibt aber auch andere Methoden die 18 Gruppen des Periodensystems zu beschriften.


Entsprechend der in der 2. und 3. Periode stehenden Anzahl von Elementen gibt es acht Hauptgruppen. Die Bezeichnung erfolgt teils nach dem jeweils in der 2. Periode stehenden Element, teils durch besondere Namen:

  1. Hauptgruppe (Alkalimetalle)
  2. Hauptgruppe (Erdalkalimetalle od. Berylliumgruppe)
  3. Hauptgruppe (Erdmetalle od. Borgruppe)
  4. Hauptgruppe (Kohlenstoffgruppe)
  5. Hauptgruppe (Stickstoffgruppe)
  6. Hauptgruppe (Chalkogene od. Sauerstoffgruppe)
  7. Hauptgruppe (Halogene)
  8. Hauptgruppe (Edelgase)


Von der 4. Periode an erhöht sich die Anzahl der Elemente von 8 auf 18. Die zehn hinzukommenden Elemente werden im Kurzperiodensystem so auf die acht Gruppen verteilt, daß in der 8. Gruppe drei dieser Elemente stehen. Zu jeder Hauptgruppe kommt also von der 4. Periode an eine Nebengruppe. Es gibt demnach insgesamt acht Nebengruppen, die meist nach dem Element der 4. Periode bezeichnet werden:

  1. Nebengruppe (Kupfergruppe)
  2. Nebengruppe (Zinkgruppe)
  3. Nebengruppe (Scandiumgruppe)
  4. Nebengruppe (Titangruppe)
  5. Nebengruppe (Vanadiumgruppe)
  6. Nebengruppe (Chromgruppe)
  7. Nebengruppe (Mangangruppe)


Wenn in der 8. Nebengruppe jeweils drei Elemente untergebracht wurden, so geschah das nicht allein, um damit die gleiche Anzahl an Haupt- und Nebengruppen zu erhalten, sondern es wird auch der Tatsache gerecht, daß diese drei Elemente einer Periode jeweils ähnliche Eigenschaften besitzen. Die 8. Nebengruppe wird weiter unterteilt in:

  1. Eisengruppe (Eisen, Cobalt und Nickel)
  2. Gruppe der Platinmetalle:
    • leichte Platinmetalle (Ruthenium, Rhodium und Palladium)
    • schwere Platinmetalle (Osmium, Iridium und Platin)


In der 6. Periode erhöht sich die Anzahl der Elemente gegenüber der 5. von 18 auf 32. Die Elemente Lanthan bis Ytterbium werden ihrer Ähnlichkeit wegen als Lanthanoiden (früher Lanthaniden) zusammengefaßt.


Für diese 14 Elemente ist die fortschreitende Besetzung der 4f-Orbitale charakteristisch, die bei Ytterbium abgeschlossen ist. Lanthan, Cer und Gadolinium sind insofern Ausnahmen, als hier jeweils ein 4f-Elektron in ein 5d-Orbital übergegangen ist. Auf ähnliche Weise werden in der 7. Periode bei den Actinoiden (früher Actiniden) die 5f-Orbitale besetzt.

 

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