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  Elektronegativität


Die Elektronegativität ist ein Maß für die Anziehung, die ein Atom auf das bindende Elektronenpaar einer Atombindung ausübt. Daher unterscheidet man zwischen elektronegativen und elektropositiven Elementen, je nachdem, ob ein Element mehr dazu neigt, positive Ionen oder negative Ionen zu bilden.


Bei der Elektronegativität handelt es sich um eine Größe, die nicht direkt meßbar ist, sondern aus verschiedenen anderen Größen wie z.B. Ionisierungsenergie, Bindungsenergie etc. indirekt ermittelt werden muß. Stark elektronegative Elemente haben die Tendenz zur Aufnahme von Elektronen (hohe Elektronenaffinität); Atome mit sehr niedriger Elektronegativität geben Elektronen relativ leicht ab (niedrige Elektronenaffinität). Die Elektronegativität ist periodischen Änderungen unterworfen.


Folgende allgemeine Tendenzen lassen sich erkennen:

  • Die Elektronegativität nimmt innerhalb einer Periode mehr oder weniger gleichmäßig von links nach recht zu.

  • Die Elektronegativität nimmt innerhalb der Hauptgruppen mehr oder weniger gleichmäßig von oben nach unten ab.



Die niedrigste Elektronegativität weisen Alkalimetalle (Fracium, Cäsium, Rubidium und Kalium) auf. Durchweg hohe Elektronegativität haben dagegen die Nichtmetalle (z.B. Fluor, Sauerstoff und Stickstoff).



Alle Nebengruppenelemente haben eine relativ geringe Elektronegativität. Die Werte innerhalb der Lanthanoiden-Reihe unterscheiden sich nur geringfügig.

 

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